Wir hatten uns viel vorgenommen, wir wollten kochen, ein Tag lang ein Restaurant eröffnen, doch dann kam alles anders als geplant.
Ich gehörte lange Zeit zu den Menschen die immer Ihr essen fotografieren, doch irgend wie ist es auch unhöflich und es hat eine Form angenommen die sicherlich noch zu den ein oder anderen Tischdiskussion führen wird. Ich wollte den gestrigen Abend einfach so genießen, mit guten Gesprächen, Essen und Wein. Dann kam der Gruß aus der Küche und dieses kleine Kunstwerk auf einem Löffel, konnte ich nicht einfach so schlucken. Es wollte dokumentiert werden!
Ich denke, die Bilder sprechen für sich, in einer super lockeren Atmosphäre, gutes Ambiente und dann solche Teller! Geschmacklich toll, besonders der Schweinebauch und Octopus! Ein Seufzer der Glückseligkeit und einen herzlichen Gruß an meine beiden Begleiter Thomas & Björn, Danke für den tollen Abend im U. Restaurant!
Ich wünsche euch allen ein leckere und frohe Weihnacht. Kommt mir gut ins nächste Jahr :)
(alle Fotos: © Jinhyun Jeon)
Synästhesie für Foodies
Rather than being designed from a cultural point of view, or in regards to function and the specific food, I propose that tableware should be designed to suit our intuitive and mostly subconscious sensorial abilities rather than forcing the people to adapt to the tools.
Das Zitat stammt von in Eindhoven ansässigen Desiger Jinhyun Jeon, der sich in seiner Arbeit mit dem Phänomen der Synästhesie beschäftigt. Besteckentwürfe, die die geschmackliche Wahrnehmung noch einmal auf einer ganz anderen Ebene stimulieren und unterstützen wollen.
Ein ziemlich spannender Ansatz, der dem oft strapazierten “Mundgefühl” oder der “Textur” noch einmal eine ganz neue Bedeutung abgewinnt. Was mich auf die Frage bringt, ob es eigentlich Studien/Berichte zur geschmacklichen Wahrnehmung von Synästheten gibt (Hallo Schwarm, weißt Du da was)?
Mehr Bilder, mehr zum Konzept und weitere Arbeiten finden sich auf der besuchenswerten Homepage des Designers.
(via Kochfreunde.com)
Torsten findet zurzeit einfach unglaublich gute Sachen die sehr gut auch auf meinen Blog passen!
Gearde bei Torsten auf seinem Blog allemanfang endeckt:
Frisch aus der Test-Küche des Noma – 4 kleine Videos mit Bewegtbild-Rezepten für experimentierfreudige Kulinariker mit Hang zum Abenteuer:
Garum aus Heuschrecken, anyone?
Oder Miso aus Erbsen?
Ein schönes Hefeteilchen, vielleicht?
Und dann milchsäurevergorene Pflaumen
(via Eater.com)
Zeitreise durch den Magic Garden Supperclub
Vor Wochen kommentierte ein Magic Garden Supperclub (MGS) auf meiner Facebook Seite einen Beitrag und ich war total überrascht herauszufinden, dass es einen neuen Supperclub in Düsseldorf gibt. Ich wusste von einigen Versuchen, aber keiner war so weit fortgeschritten wie MGS, selbst der erste Termin stand schon fest. Ich zögerte nicht lange und buchte uns Plätze.
Doch dann kamen die ersten Zweifel und auch die Spannung stieg. Was ist das für ein Koch? Kann er kochen, was kommen für andere Gäste? Hoffentlich gibt es leckeren Wein und das Essen kommt warm auf dem Tisch! All die Zweifel, die ich so mit mir trage, da ich auch die andere Seite kenne.
Aber nun genug von der Schwarzmalerei, kommen wir zum Abend. Wie man sicherlich durch die Bilder schon erahnt, kann es gar nicht so schlecht gewesen sein. Die Schuhe waren geputzt, die Begleitung war die beste der Welt und der Hunger war groß. Der Weg führte uns in einen Düsseldorfer Hinterhof. Von Kerzen beleuchtet suchten wir ein altes Hinterhofgebäude und betraten eine andere Welt. Eine Welt voller Uhren, genau so muss sich Momo gefühlt haben, als sie das erste mal das Haus von Meister Hora betrat. Charmant wurden wir mit einem leckeren Rosésekt empfangen und konnten die anderen Gästen und ein wenig die Räume erkunden.
Das Essen begann mit einer Fingerfoodplatte, die einen ganz langsam in den Abend einstimmte. Es gab viel zu entdecken, Rote Beete, Ziegenkäse, Auberginenbällchen, Zuccini-Rollen und Linsen. Alles sah phantastisch aus und schmeckte richtig gut.
Die Pastinaken-Kürbissuppe regte die erste Diskussion am Tisch an, welche Gewürze nun verwendet wurden (Apfelessig, Zitronenabrieb und Zimt!) dazu wurde eine knusprige Möhrenpestoschnitte gereicht.
Als Hauptgang gab es Loup de Mer auf diesen herrlich cremigen Kohlrabi Kartoffeln, dieser Gang war eine wirkliche Geschmacksbombe. Als ob dieser vor Umami strotzen würde, er war so, so lecker.
Von der Käseplatte war ich dann so begeistert, dass ich sie doch glatt vergessen habe zu fotografieren. Fast alle meine Lieblingskäse waren dabei und dazu auf dem perfektem Reifegrad.
Vor dem Kaffee konnten wir uns noch weitere Räume voller Uhren und die Küche näher anschauen.
Das Desert war dann der Gang, an dem sich die Geister an diesem Abend eine bisschen geschieden haben. Curry Créme Brûlée, gewürzt wie ein deftiges Essen, aber knusprig, cremig und süß wie ein Desert sein muss.
Was macht man nur wenn die Zunge was anderes fühlt ,als sie von der Nase her erwartet? Ich war verwirrt, irritiert, begeistert alles zugleich. Ich weiß bis heute nicht ob ich das mutig, vielleicht zu viel des Guten, oder einfach spannend finden soll. Kann man so etwas machen? Ja! Muss man so etwas machen? Vielleicht, denn es entließ mich aus einem gelungenen Abend mit der Gewissheit, einen “Hobby”koch in meiner Nähe zu haben, der den Mut hat, neue und interessante Wege zu gehen.
Abschließend reicht mir eine Liste:
Also alles in allem, ganz nach meinem Geschmack!
Was für ein Käse!
Die Cheese Map ist für mich ein super Projekt, denn sie vereinigt zwei Leidenschaften, Käse und Karten. Karten faszinieren mich seit jeher und Käse ist eines der Lebensmittel die bei nie im Kühlschrank fehlen dürfen. Welches Land würde denn bei euch an der Wand hängen? Bei mir sicherlich Frankreich und Italien.
(via herrbrendel)
Wort zum Wein
Es gibt Weine an die hat man schon hohe Erwartungen alleine vom Namen her. Sei es ein Rothschild, ein Keller Riesling oder was auch immer. Es gibt auch Weine die einem von Freunden, Bekannten oder auch
Verwandten mit großen Worten angepriesen werden. Die Möglichkeiten die man hat sind begrenzt, man lächelt, dankt und probiert mit aller Vorsicht und hat dann Weine aller Colour und Geschmack vor sich stehen.
Dieses mal war es ein bisschen anders, mein Onkel bedachte mich mit zwei Flaschen seiner Lieblingsweine. Nun ist mein Onkeln der jenigie, dem ich in meiner Familie in kulinarischer hinsicht am meisten vertraue und auch oft seinen Geschmack teile. Nun stehen diese Falschen da und die E-Mails und Nachfragen wie ich ihn denn finde häufen sich. Ich schleiche um diese Flaschen herum und warte auf den passenden Augenblick. Teilweise aus Angst enttäuscht zu werden und um dann auch den jenigen zu enttäuschen, der die großen Worte ausgesprochen hat.
Irgendwann kommt dann dieser Tag an dem alles nicht so lief wie man es sich vorgenommen hatte und die Worte aus dem Film Sideways kommen in meinen Kop:”einen Wein zu öffen ist schon die besondere Gelegenheit”
Der Wein hat bestimmt nicht die beste Temperatur und atmen konnte er auch nicht und überhaupt ist es bestimmt alles nicht so wie es sein sollte.
Ich bin mit dem hier alleine, sitze im dunkeln und alles ist anders als man denkt. Anders als alle andere Rotweinen die ich je probiert habe. Auch die kommenden zwei Tage wo die Frucht immer mehr verschwindet und er seine Tiefen mir präsentiert zeigt er nicht eine einzig, Schwäche, bleibt immer präzise und seiner Linie treu.
Nun stelle ich mir die Frage, sag ich euch was für ein Wein es war? Was passiert wenn ihr in kauft und er euch nicht schmeckt, dann würde ich euch vielleicht enttäuschen, will ich das?
Nein.
Die Zeit vergeht wie im Flug und kaum hab ich mich umgedreht, ist schon wieder ein Jahr vergangen. Vor genau einem Jahr habe ich einen neuen Job begonnen und seit dem komme ich mit dem bloggen eigentlich nicht mehr hinterher.
Eines diese schrecklichen Sprichwörter besagt: “man soll aufhören wenn es am schönsten ist” Für mich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen mit dem Experiment Supperclub ein Ende zu bereiten.
Und was für ein Ende das war! Zuerst war da dieses Jahr der Beitrag vom WDR zusammen mit dem Düsseldorfer Ursupperclub Rebelotes vor deren Ausdauer ich nur den Hut ziehen kann, Chapeau!
London calling *der Titel ist von Torsten geklaut.
Dann war da noch der Supperclubsummit! Was für eine Erfahrung das war fällt mir unglaublich schwer in Worte zu fassen, ganz besonders wenn man mit wortgewandten und talentierten Menschen unterwegs ist wie Nata, Torsten und Marco unterwegs ist.
Empfangen wurden wir von dem Hans Dampf, Jack of many Trades Florian Siepert, der es tatsächlich geschafft hat, eine unglaubliche Vielfalt an Supperclubs in London zu versammeln und das ganze im Goethe Institut in London zu veranstalten. Als englisch Liaison stand uns die bezaubernde Ruth von Saffron and Salt als Teammitglied die ganze Zeit zur Seite.
Zwei Tage lang kochten und servierten wir 7 Gänge inklusive einer Weinbegleitung von deutschen Weine die in London dieser Tag seines gleichen suchte.
Es war eine super Erfahrung die mich nun bereichert, aber mir auch meine Grenzen aufgezeigt hat.
Zurück zu den Wurzeln
Einer meine Methode die ich immer verfolge ist die, mich auf das wesentliche zu besinnen. Aber was bedeutet das für küchengerüchte? Eine Idee die ich verfolge ist, einen Ort zu schaffen wo sich kreative Menschen versammeln austauschen können. Ganz stark inspiriert von der Idee Ferran Adrias das man Kreativität erlernen kann und von einem Satz Rene Redzipis, man spricht am besten über das Essen beim Essen.
Wie es nun weiter geht? Wie in jeder Küche wird nun erstmal aufgeräumt und aus den Resten koche was richtig leckeres!
The Gourmand,
ist ein spannendes Magazinkonzept, mit toller Gestaltung und wie es aussieht auch guten Artikeln. ich bin sehr gespannt darauf das diese 00 Ausgabe bei mir auf dem Schreibtisch landet.
Wer schon mal einen Einblick erhalten möchte, klickt sich rüber zu It´s Nice That
Proof of Concept
Das ich eine kleine Schwäche für selbst gemachte Nudeln habe, dürfte vielen von euch langsam bekannt sein. Zurzeit trainiere ganz fleißig für meinen Gang in London und da ich nicht irgendeine Nudel auftischen möchte, habe am Wochenende ein für mich neues Konzept ausprobiert.
Die Sauce ist nun in der Nudel! Das Ergebnis ist fantastisch, überrauschend und hat mich persönlich überzeugt. In dem Moment wo man auf die Nudel beißt, fließt einen die Sauce in dem Mund und es erfolgt eine Geschmacksexplosion.
Wie habe ich das gemacht? Mit Gelatine, die Sauce wird nach dem Kochen mit Gelatine angedickt und dann kalt und fest in die Nudel eingelegt. Während des kochens wird auch die gelierte Sauce wieder warm und somit auch wieder flüssig.
Voila und Bon Apetito :)
Rezept folgt in Kürze auf Facebook